sagt prof. dr. christoph meine.
prof. dr. christoph meine weist in dem interview auf eine konträre argumentation der gegner des geplanten gesetz hin.
da gibt es einmal das argument, technisch gesehen würden diese
sperren gar nichts helfen, da sie leicht umgangen werden könnten. dann gibt es aber konträr dazu
das argument, dass mit solchen sperren die informationsfreiheit im internet grundsätzlich angegriffen
werde.
ich sehe hierhin keinen widerspruch.
meiner meinung nach gibt es diesbezüglich zwei gruppen von internetnutzern.
der eine ist aktiv auf der suche nach einem solchen material. er wird sich also die fähigkeiten aneignen, wie er eine solche sperre umgehen kann.
der andere zufällige surfer wird die stopseite sofort verlassen.
gehen wir nun davon aus, dass nicht nur seiten mit kinderpornografischem material gesperrt werden, so wird ein mensch ohne kriminelle energie diese seite nicht sehen.
ein fallbeispiel:
das bka sperrt ohne richterliche legitimation eine seite, welche die arbeit der aktuellen regierung kritisiert.
diese seite wird also nicht abgerufen, da der internetnutzer vom stopschild abgehalten wird.
er weiß ja nicht, welche inhalte sich hinter dem stopschild verbergen und schon der versuch dieses herauszufinden ist strafbar.
ich unterstelle den befürwortern des gesetzes nicht, dass dies ein ziel ist, weise jedoch darauf hin, dass der momentane gesetzentwurf keine mechanismen anbietet dies zu verhindern.
der zweite fall:
es gibt keine internetsperre und der normale internetnutzer stößt auf eine seite mit kinderpornografischem inhalt.
nun bin ich seit btx im online und möchte behaupten, dass ich schon tausende webseiten gesehen habe.
noch nie bin ich zufällig auf eine seite mit kinderpornografischem inhalt gelangt.
und sollte ich es tun, so würde ich meiner pflicht nachkommen und diese seite melden.
oder glaubt wirklich irgendjemand, dass ein gesunder mensch beim anblick von nackten kindern plötzlich sexuelle gelüste entwickelt?
in erster linie muss natürlich alles unternommen werden, dass die anbieter solchen
materials gefunden und das angebot im internet verhindert, die entsprechenden server also ausfindig
gemacht und abgeschaltet werden. das gestaltet sich aber zum teil sehr schwierig aufgrund der
technischen struktur des internets. oft werden die server im ausland in ländern betrieben, die nicht
kooperieren. hier stellt sich die frage, ob es weitere mittel gibt, den zugriff auf das kriminelle material
zu verhindern, zumindest jedoch zu erschweren.
richtig, die server müssen abgeschaltet werden. dies sei nicht möglich?
das wurde bereits widerlegt.
die an die öffentlichkeit gelangte sperrliste aus finnland zeigt dies.
die meisten blockierten seiten stehen in ländern, welche sehr wohl kooperieren und bei hinweien diese server abschalten sollten.

ein weiteres gern genanntes argument besagt, dass ein server nach dem abschalten jederzeit wieder online gehen könnte, indem er eine neue dns/url nutzt.
nun, in diesem fall bringt auch die sperre nichts.
es ist bezeichnend, dass die kinderhilfe dieses interview als nachweis angibt, dass die geplanten internetsperren legitim seien, während man im netz unzählige beiträge findet, welche dies bestreiten.
im übrigen nicht nur beiträge von amateurjournalisten (bloggern), sondern auch von renommierten seiten.
interview als video
interview als text
serverkarte via scusiblog


Sehr fundierter Beitrag!
Wenn die Leute im eigenen Blog
http://computerversteher.wordpress.com/2009/05/15/pressespiegel-zu-internetsperren-bei-wsdv-aufruf-zur-diskussion/
… Kommentare hinterlassen, wird man ja neugierig
Wir müssen übrigens unseren Pagerank
http://de.wikipedia.org/wiki/PageRank
… erhöhen, da hilft afaik fleißiges Verlinken, das sieht zwar nicht so ästhetisch aus, ist aber hilfreich bei der SEO (Suchmaschinenoptimierung):
http://de.wikipedia.org/wiki/Search_Engine_Optimization
Also dein Beitrag ist, wie bereits erwähnt, sehr lesenswert.
http://www.volucer.com/blog/2009/05/ich-bin-fur-internetsperren/
Weiter mit der guten Arbeit!
Schöne Grüße vom Computerversteher
*der aber noch seine HTML-Kenntnisse vertiefen sollte*
hallo computerversteher…
nun, ich stimme dir zu, dass man ein wenig auf den pagerank achten sollte.
viele links in kommentaren können da helfen, jedoch vermeide ich das wegen der angesprochenen ästhetik.
oder war dies ein kleiner seitenhieb, da mein kommentar auf deiner seite nur 4 worten bestand?
falls ja, dann tut es mir leid *zwinker*
im übrigen finde ich commentluv sehr interessant.
dieses wordpressplugin ermöglicht es dem kommentator seinen letzten artikel zu verlinken.
und natürlich die üblichen plugins wie google sidemap etc. um die suchmaschinen mit dem nötigen inhalt zu versorgen.
liebe grüße,
mika
Hallo Mika,
nein, es war kein Seitenhieb, du musst ja nicht immer in den *Zutextmode* von Computerversteher Chris verfallen. Ein typisches Beispiel für meinen Zutextmode darfst du hier bestimmt gleich bewundern
Ich bin froh über jeden positiven oder auch negativen Kommentar in meinem Blog. Bei den negativen würde ich mich aber freuen, wenn es auch konstruktive Kritik wäre, z.B. sinnentstellende Typos, tote Links, Fehler im Satzbau/Grammatik und besonders eine schlechte Argumentutationslinie.
*Zutextmode on*
An allem muss ich nämlich noch arbeiten, da ich das Blog aus irgendeinem Grund am 4.5. eröffnet habe. War am 4.5. was besonderes?
Jedenfalls habe ich mich über die Volksverdummungskampagne von “ZensUrsula” vdL ziemlich aufgeregt und bin dann aktiv geworden. Was ich u.a. gemacht habe, steht in meinem Beitrag “Mehr Demokratie wagen!”:
http://computerversteher.wordpress.com/2009/05/08/mehr-demokratie-wagen/
Ich weiß, unästhetisch + Eigenwerbung stinkt, aber es ist hoffentlich für einen guten Zweck, das mit dem Pagerank hattest du ja schon bestätigt. Apropos Pagerank, gibt es da ein gutes HowTo das wir für z.B. die Zensurkritischen Blogs zur Verfügung stellen könnten?
Wir müssen imo atm die eigenen Eitelkeiten zurückstellen und zusammen arbeiten, wenn wir was erreichen wollen. Von einem hohen Pagerank der anderen dürften doch afaik auch die anderen Blogs profitieren oder habe ich das falsch verstanden? Ich finde es jedenfalls nicht so toll, wenn so etwas wie Big Brother 9 auf #1 der Blogroll (heißt das so?) ist.
An dem ästhetisch muss ich ebenfalls noch arbeiten, ich wollte eigentlich noch nebenbei einen Beitrag zum richtigen Zitieren aus dem Usenet lesen:
http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/
Die 1. Seite habe ich schon geschafft, aber es kommt immer was dazwischen …
Einen Beitrag zur Netiquette in Foren habe ich gelesen, ich denke, das gleiche gilt auch hier:
http://www.dunkelangst.org/wiki/index.php/Netiquette_f%C3%BCr_Foren
Jedenfalls nutze ich beim Erstellen meiner Beiträge derzeit noch den grafischen Editor, der ist natürlich ineffizient und total lahm, kann Blog-DAUs wie mir aber den Einstieg sehr erleichtern. Ich habe mich schon vor 2 Wochen gefreut, dass ich innerhalb weniger min. den 1. Beitrag online hatte.
*CVC will gerade schon nach einem HowTo für Blogs und das Kommentieren fragen.*
@myself, erst lesen, dann schreiben
… aber du hast ja Commentluv erwähnt:
http://eternalblackzero.blogspot.com/2008/10/how-to-install-commentluv-on-your.html
hmm, Sitemap sieht komplizierter aus,
https://www.google.com/webmasters/tools/docs/de/protocol.html
Wie lange braucht man denn schätzungsweise, bis man das beherrscht? Meine ToDo-List wird von Tag zu Tag länger, aber ich lerne auch eine ganze Menge einfach so nebenbei.
Ich habe bei Wordpress gute Erfahrungen mit möglichst vielen Tags gemacht, oder bilde ich mir das nur ein?
*Zutextmode off*
Jedenfalls vielen Dank für die guten Tipps, zu optisch ansprechenden Kommentaren muss ich nämlich noch einiges lernen …
Chris
PS: An der Reduzierung des Geschwamels sollte ich mal arbeiten, oder?
Aber bevor man so viel Mühe in Sperren und sowas steckt, könnte man doch sicher mal versuchen gegen die Leute direkt vorzugehen, bzw denen die Grundlage nehmen.
Damit meine ich die Erstellung von wechselnden Domains und IP Adressen.
Matthias’s last blog post..Norton Antivirus 2009 kostenlos für ein Jahr
Schonmal im Vorfeld eine Entschuldigung, dass es dann doch etwas mehr geworden ist, aber ich wollte unbedingt Missverständnisse in der Darlegung meiner Standpunkte vermeiden.
Der von der Politik verwendete Begriff “Stoppschild” ist in diesem Zusammenhang eine unglücklich gewählte Verbildlichung und dient meiner Ansicht nach nur zur Unterstützung der Argumentationslinie. Bei einem Stoppschild halte ich schließlich wirklich an. Warum wird nicht viel treffender “Verbotsschild” gesagt? Weil dadurch doch sofort die eigene Argumentation unterminiert wird.
Wie wirksam sind Verbote? Bzw was bewirken sie bei bestimmten Personen an die sie gerichtet sind?
1. Bsp.: Man sagt zu seinem Kind: Fass’ die Herdplatte nicht an!
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass der Lütte, von Neugier getrieben, im nächsten Moment einer kurzen Unaufmerksamkeit meinerseits sofort das Verbot “auf die Probe stellen” musste.
Selbst eine beiläufige Erklärung: ‘Die ist heiß.’ bewirkt bei diesem Verbot recht wenig, da sie nicht “Zielgruppengerecht” ist.
2. Bsp.: Ich verbiete Dir das Rauchen. - Meistens wird das natürlich in anderen Worten ausgedrückt, aber ich wollte eine Verwechslung mit dem allgemeinen Rauchverbot(-sschild) vermeiden. Selbstverständlich ist das an den eigenen Nachwuchs gerichtet. Auch hier kann ich aus eigener Erfahrung berichten: Ich war auf einem Internat, wo Rauchen, Alkohol und erst recht illegale Drogen, unter Strafe von Schulausschluss strikt verboten waren. Ich war zu dem Zeitpunkt 17 und bereits durchaus zum selbständigen Denken in der Lage, dennoch hab ich dort angefangen mit Rauchen, hatte meine ersten schweren Alkoholexzesse und auch den ersten Joint habe ich dort ausprobiert. Rückblickend betrachtet tat ich dies wohl, um dazu zu gehören, wenn man sich in der Gruppe gemeinsam über Verbote hinwegsetzt. (Rebellion? Nervenkitzel? k.A.)
3. Bsp.: Baden verboten! - gerade an Kiesgruben ein berechtigterweise aufgestelltes Schild, da die Gefahren in den entsprechenden Bereichen durchaus ernst genommen werden sollten. Aber was macht die Gruppe Halbstarker!? … man ist an diesem Abschnitt der Kiesgrube doch viel ungestörter, von der “Mutprobe” mal ganz abgesehen.
4. Bsp.: Prostitution ist in den meisten Teilen der USA unter Strafe verboten. Die erzielten Umsätze allein einiger Bundesstaaten in diesem Gewerbesektor können es durchaus mit denen von internationalen Großunternehmen aufnehmen.
Vom Drogenverbot will ich garnicht erst anfangen.
5. Bsp.: Indiziertes (== zensiertes?) Liedgut von unbekannten Bands machen diese doch erst berühmt denn sie schüren die Neugier, grade bei der Klientel, für deren “Schutz” das entsprechende Material deren (einfachen) Zugang entzogen wurde.
Ein Sperre, respektive eine Verbot, von bestimmten Internetseiten sollte also nicht das Mittel der Wahl sein, und erst recht nicht als “Wundermittel” glorifiziert werden, denn meiner Meinung nach wirkt es grade bei den vieldiskutierten Grenzfällen kontraproduktiv. Mit Grenzfällen meine ich solche Surfer, die wirklich nur zufällig auf Internetseiten mit Kinderpornografischen Inhalten stoßen. Entgegen Deiner Behauptung, bin ich der Überzeugung, dass dieses zufällige Treffen auf Internetseiten mit Kinderpornografischen Inhalten häufiger vorkommt, als man glauben möchte.
Wir sollten uns nichts vormachen, denn ein sehr großer Teil des Internets ist nunmal Pornografie, und das wäre nicht der Fall, wenn diese Inhalte nicht ge-/besucht werden. (Ich nehme mich da nicht aus) Über die verschiedenstens Verlinkungen der Seiten untereinander (auch da herrscht ja Konkurrenzdruck und der Pagerank muss erhöht werden, wie ja hier schon umfangreich erörtert wurde) kommt man teilweise auch zufällig auf entsprechende Seiten (Thema Popups, Overlayscripte,…)
Wie groß wird wohl die Neugier des gestoppten Individuums sein, wissen zu wollen, was einem da vorenthalten wird. (Die verbotene Frucht schmeckt schließlich viel besser, bzw. “sie muss ja besser schmecken, sonst wäre sie ja für jeden zugänglich” - Ich weiß ich begeb mich da auf dünnes Eis, also bitte nicht falsch verstehen! Dass soll keine Aufforderung zur Legalisierung alles Verbotenen sein, sondern EIN mögliches Denkschema widerspiegeln)
An diesem Punkt wären wir dann bei der Produktivität der Providerseitigen Sperre eines Internetangebotes.
Die Menschen, die sich täglich im Internet bewegen, dort ihren Informationsbedarf decken und sich mit ausgewählten Inhalten versorgen, bekommen damit zwangläufig auch einen kleinen Einblick in die Wirkungsweise des Internets und der dahinterstehenden Technik und Prozesse. Man kann also annehmen, dass solche Menschen wissen, was ein Proxy ist, und wie man ihn einsetzt. Eine einfache Googlesuche ergibt beim ersten Treffer schon http://www.proxyliste.com/ bei der eine Vielzahl aktuell verfügbarer Proxyerver im Internet aufgeführt sind.
Eine Suche nach “Webproxy [Land]” (bei [Land] einfach ein beliebiges Land eingeben, dessen Provider keine Internetseiten sperren.) ergibt jedesmal einen Treffer auf der ersten Seite, mit deren Hilfe man sich über ein anderes Land und über seinen Provider hinweg, auf die entsprechenden Inhalte Zugriff verschaffen kann.
Als beispiel sei da mal https://proxify.co.uk/ aufgeführt.
Durch die gleichzeitige Verschlüsselung der übertragenen Pakete kann der Provider nichteinmal mehr die Zieladresse auslesen (geschweigedenn den übertragenen Content) und somit auch nicht die Weiterleitung unterbinden.
Für noch unintelligentere Individuen mit “krimineller Energie” und “untypischen sexuellen Vorlieben” bietet sich auch eine Googlesuche nach “Internetsperren umgehen” an, welche sofort beim ersten Treffer eine Videoanleitung (!) auf Youtube ergibt. (Aber hey, wir können Youtube ja gleich mit auf die Liste setzen)
Ein anderer Punkt ist, dass die letzten beiden ausgehobenen großen Pädophilennetzwerke Ihren Inhalt per Mailinglisten verteilt haben. Was nützt da eine Sperre von Internetseiten? OK, man könnte die Mailanbieter Sperren, aber das geht sicher auch den verfechtern der Internetsperren zuweit (Hoffe ich doch mal)
Soviel zum Thema Sinnhaftigkeit einer providerseitigen Sperre von Webseiten mit Kinderpornografischen Inhalten.
Der viel wichtigere Punkt ist jedoch, dass wenn erst einmal die technischen Vorraussetzungen für eine Zensur (denn nichts anderes ist es) bestimmter Seiten aufgebaut hat, es eine leicht zu überschreitende Grenze ist, auch andere “unbequeme” Inhalte auf die Sperrlisten zu setzen. Die Zensur/Kontrolle des Internets ist ja schließlich nicht nur der Traum totalitärer Systeme.
Die Ansätze sind schon gut zu erkennen:
Frau Marks (SPD) z.B.: fordert schonmal profilaktisch auch eine Ausweitung auf Jugendpornografie http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/internetsperren-auch-fuer-jugendpornos/
Herr Strobl (CDU) möchte am liebsten gleich auch in diesem Zuge eine Sperre von Seiten die sog. “Killerspiele” anbieten, zur Diskussion stellen. http://www.presseportal.de/pm/66749/1425454/koelner_stadt_anzeiger
(warum nicht gleich auch Seiten Sperren, die über gewalthaltige Spiele berichten?! - Und nein, ich möchte an dieser Stelle keine erneute Diskussion um das Verbot von “Killerspielen” entfachen, auch wenn es methodisch voll und ganz zur “erstmal-sperren-dann-hinterfragen-Taktik” unserer Legislative passt.)
Noch viel allgemeiner formuliert es Herr Uhl (CDU): [...] Hans-Peter Uhl, schließt die Ausweitung von Internet-Sperren auf nicht-kinderpornografische Inhalte grundsätzlich nicht aus. [...]
Allerdings führt er wenigstens Auflagen an. http://www.presseportal.de/pm/66749/1426111/koelner_stadt_anzeiger
Vielleicht sind auch mal wieder nur Schreibtischtäter am Werk, die einfach über Dinge entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben und nur von Lobbiisten beraten werden, die unter Verdrehung von statistischen Werten den vermeintlichen Nutzen für den Politiker und dessen Wahlkampf, die Verabschiedung eines bestimmten Gesetzes schmackhaft machen. Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.
Was ich jedoch noch verwerflicher fände*, wenn diese Politiker genau wüssten, was sie damit in die Wege leiten und es von vorherin Teil eines Plans ist. In etwa wie Kinder, die immer wieder testen, wie weit sie gehen können, bevor sie auf wiederwahlgefährdenden Widerstand stoßen.
*In diesem Punkt mache ich aus meiner Unterstellung keinen Hehl, denn solche Tendenzen sind seit der Beschneidung des Grundgesetzes zur Bekämpfung des Terrors ja immer deutlicher zu erkennen.
Jetzt konnte ich mir ein schmunzeln nicht verkneifen, denn auch wenn ich mir über die Notwendigkeit dieser Maßnahme zur Spamabwehr im klaren bin, wirkt DAS gerade bei der diskutierten Thematik extrem bizarr:
Zitat: “Your comment is awaiting moderation.”
deinen kommentar finde ich hochinteressant. vor allem die überlegung, dass ein stopschild erst recht neugierig auf den dahinter liegenden inhalt macht.
wobei ich da zwischen kinderpornografie und den von dir gewählten beispielen differenzieren möchte.
ja, auch ich habe schon mal pornografie im internet gesucht und gesehen.
jedoch ist der unterschied zwischen “üblicher” pornografie und jener mit kindern gewaltig.
ich könnte hunderte solcher seiten sehen und bin mir sicher, dass ich keinen reiz daran finden täte.
allein der gedanke würde mich gezielt nach mitteln suchen mit denen ich meine tastatur von meinem mageninhalt reinigen könnte.
was mir vor allem an der ganzen thematik fehlt ist die verhältnismäßigkeit.
wenn unzählige experten -meiner meinung nach- bewiesen haben, dass sie letztlich keinen nutzen hat, wir gleichsam jedoch massiv in die informationsfreiheit eingreifen, dann sehe ich darin keinen sinn.
gehen wir mal beispielsweise von einer minderung von misshandelten kindern von 20% durch diese initiative aus, so würde ich 100% dahinter stehen. vermutlich auch schon bei weniger prozent.
die tatsache jedoch, dass dies nicht der fall ist, befürwortet mich in meiner ansicht, dass ich einen solchen eingriff nicht dulde (wobei wir uns ja vermutlich einig sind).
liebe grüße,
mika
ps:
*schmunzel* ich gebe dir recht, “Your comment is awaiting moderation.” wirkt wirklich bizzar.
aber wie du ja sagtest: würde mein plugin gegen spam nicht alle kommentare mit -ich glaube- mehr als einem link rausfiltern, so müsste ich entweder monatlich hunderte kommentare löschen, oder meinen lesern würde permanent angeboten ihren penis zu vergrößern.