einen -wie ich finde- hochinteressanten artikel über urheberrecht im internet fand ich heute auf der seite der “zeit”
rechtsprofessor thomas hoeren schildert seine sicht auf das internet und die damit verbundenen urheberrechtsverletzungen.
hier 2 zitate:
ZEIT ONLINE: Glauben Sie, dass Strukturen wie Verlage, Plattenlabels oder Filmstudios in den nächsten Jahren in dieser Form noch bestehen werden? Oder werden Künstler dank Internet verstärkt zu Selbstvermarktern?
Hoeren: Die alten Intermediäre haben ein Problem: Ihr Geschäftsmodell wird brüchig. Aber deshalb auf das Internet und seine Nutzer rechtlich einzuschlagen, dürfte wohl kaum zu einem effizienten Business-Modell führen.
ZEIT ONLINE: Sie selbst setzen sich für ein modernisiertes Urheberrecht ein. Wie hoch schätzen Sie die Chancen ein, dass sich ein solcher Ansatz in der Politik durchsetzen lässt? Die Zeichen scheinen bei den großen Parteien nach wie vor auf Verschärfung zu stehen, man liebäugelt etwa mit Internetsperren für illegales Kopieren…
Hoeren: Zurzeit läuft nichts. Börsenverein und Musikindustrie schalten nach außen hin auf stur und wollen keinen echten Dialog. Freund ist Freund, Feind ist Feind. Es wird schwarzweiß gemalt und nur sortiert, wer zu welchem Lager gehört. Da die Brücken zu einem offenen wissenschaftlichen Diskurs abgebrochen wurden, reagiert die Politik symbolisch: mit leeren Gesten, wie etwa dem unsäglichen, technisch und juristisch unsinnigen Sperrungsgerede.
den ganzen artikel gibt es hier
via zeit.de


sehr schöner Beitrag. Weiter so.
Gruss