der spanier
Author: volucer· Gelesen: 245 · heute: 2 · zuletzt: 19. November, 2008 - 07:59
burgerking ist besser…
niemand möchte sich jeden tag von burgerking oder mc. donalds ernähren.
das fanden auch caro und ich und beschlossen mal richtig lecker essen zu gehen.
grieche, chinese und co. waren schon bekannt, so beschlossen wir zum spanier zu gehen.
welch zufall befindet sich einer dieser kulinarischen tempel ca. 500m von meinem domizil entfernt.
dort angekommen fiel zuerst auf, dass unserem vorhaben nicht viele andere gefolgt sind. der laden war nahezu leer, bis auf eine gruppe menschen auf die ich später noch zurück komme.
wir setzten uns und schon wenige minuten später (was hätte er auch sonst tun können, bei 5% auslastung) kam der obligatorische spanische kellner (es mag auch ein italiener gewesen sein) mit gegeelten haaren und dem typischen „wäre deine freundin allein hier würd ich sie anbaggern“-grinsen an den tisch und fragte was wir trinken möchten.
ich entschied mich für eine cola und caro bestellte ein weizenbier.
es war interessant, welche hellseherischen fähigkeiten der gute mann uns zuschrieb, denn er fragte nach dem wunsch der speise bevor er uns die karte gab.
die karte vor uns liegen befanden wir uns in der qual der wahl.
nachdem ich mich dann durchgerungen habe und meine wahl auf fisch fiel (gegrillte dorade mit kartoffeln) kamen wir zum ersten problem.
kenner wissen ja, dass caro bei kühen auf der wiese eher ein „wie niedlich“ entfleucht, während mir das wasser im mund zusammen läuft, also suchten wir verzweifelt nach einem vegetarischen gericht.
da keines in der karte zu sehen war, fragten wir den kellner, welcher uns mit großen augen ansah, was entweder daran lag, dass spanier sich nur von fleisch ernähren oder wir halt nicht italienisch sprachen.
also entschied caro sich für eine paella, mit dem vorhaben fleisch und fisch dorthin zu tun, wo es hingehört…. zu mir.
als vorspeise sollte es brot mit knoblauchcreme sein, welches auch nicht lange auf sich warten ließ. brot=hart creme=geschmacklos (eine art von 20 knoblauchzehen mit einem liter öl)
nachdem der hunger mehr von dem zeug reintrieb als für die verdauung gut sein kann, freuten wir uns auf die hauptspeise.
wir hätten diese zeit natürlich gern genutzt um uns zu unterhalten, was aber aufgrund der gruppe am nebentisch nicht möglich war.
diese benahm sich nämlich als wären sie allein im lokal (was bis auf uns beide ja auch der fall war)
nachdem die minuten vergingen und ich schon dachte, dass der fisch wohl erst getötet wird und daher sehr frisch sein sollte, kamm der kellner (mittlerweile dachte ich es wäre ein pole mit gefärbten haaren) und stellte uns liebevoll die speisen auf den tisch.
ich denke liebloser hätte man ein gericht auch nicht anrichten können, auch wenn sie sich genau an die speisekarte gehalten haben.
ein fisch und kartoffeln.
fange ich also mit den kartoffeln an.
klein, hart und sie schmeckten nach einer mischung aus mehl und salz.
der fisch jedoch war noch bemerkenswerter.
mir ist ja klar, dass ich kein filet bestellte, somit auch, dass gefahr bestand, dass man mal auf eine gräte trifft.
dieser fisch wirkte allerdings, als hätte man ihn einer zweiwöchigen akupunktur unterzogen.
und sollte er nicht frisch und gegrillt sein?
ich glaube vielmehr die bräunliche farbe war ein resultat der vielen wochen, welche er schon im kühlschrank lag und man hat ihn ein paar minuten in der mikrowelle gegaart.
ich spühlte also mein mahl mit der cola hinunter… einer cola, welche gerade mal so viel kohlensäure hatte, dass man sich nicht beschweren konnte.
die paella schmeckte als hätte man sie in spühlwasser (immerhin pril mit citrone) gekocht und mit fleischresten aus der küche verfeinert.
der einzige vorteil der paella war, dass die menge es erlaubte sie mit ein paar gabeln zu verspeisen.
ich wünschte ich könnte noch etwas positives berichten, doch wüsste ich nicht was.
allerdings gebe ich zu, dass ich ab und an ein klein wenig übertrieben habe, denn soooo klein waren die kartoffeln dann doch nicht.
also, liebe freunde, solltet ihr irgendwann mal in meine heimatstadt kommen, hungrig sein und ein spanisches restaurant erblicken, so fahrt noch 5 minuten weiter.
dort kommt ein burgerking, nach dessen essen einem zwar auch schlecht ist, man dies aber schon vorm betreten weiß.
(es sei noch gesagt, dass die recherche für diesen blogeintrag 40€ kostete wobei ich in der hoffnung der kellner würde sich zur ruhe setzen und den koch mitnehmen 3€ trinkgeld gab)
euer mika/volucer
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ein kommentar fuer “der spanier”und jetzt kommst du: |
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Februar 10th, 2008 at 11:12
Keine Frage.. die Knoblauchpaste sieht aus wie schon mal schlecht verdaut! Und was lernen wir daraus: Mach Dir keine Gedanken über gelegte Eier, denn ein Fisch ist eben doch kein Geflügel.