Mai 16 2009

deutsche kinderhilfe gehackt

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definitiv ein trauriger moment im “kampf” gegen das geplante gesetz.
heute wurde die webseite der deutschen kinderhilfe geknackt und mit einer neuen startseite versehen.
aus meiner sicht eine absolut kontraproduktive aktion, welche den befürwortern jede menge argumente zuspielt.
während sich über 80.000 bürger in der epedition gegen diese art der zensur aussprechen und unzählige blogs mit glasklaren fakten dagegen argumentieren, haben solche aktionen keinerlei nutzen.

ok, ein wenig zum schmunzeln bringt es einen schon, wenn auf der startseite der größte skandal verlinkt wird und wer sich das google ergebnis mal ansieht… hehe.
aber:
die menschen mit denen wir über das pro und contra des gesetzes diskutieren, werden diese form von -verzeiht mir den ausdruck- “kampf” unter keinen umständen als legitim ansehen.

wem wale egal sind, der schüttelt nur mit dem kopf, wenn greenpeace einen walfänger rammt, wer mit atomstrom kein problem hat, ärgert sich über die hohen kosten von gorleben.

letztlich also ein eigentor.
wir versuchen menschen zu überzeugen, welche vom internet nicht viel verstehen und bedienen somit ihre vorurteile.

und nicht zu vergessen: solche aktionen sind strafbar.
ich verurteile ein solches verhalten.

auf der webseite wurde folgender text plaziert:

Deutschlands Kinder brauchen uns!

Deutsche Kinderhilfe ist die nationale Kinderhilfsorganisation, die wegen dubioser Machenschaften 2008 aus dem Spendenrat geworfen wurde. Momentan engagiert sie sich wegen des großen Presserummels aktiv gegen die äußerst erfolgreiche Online Petition gegen Internetzensur.

Eines der Hauptanliegen der Deutschen Kinderhilfe ist die Unterstützung von Politikern, die aktiv sinnlose Symbolpolitik im Kampf gegen Kinderpornografie betreiben. Dies begünstigt eine schleichende Zensur des Internets und führt nicht zum Schutz von Kindern vor Ausbeutung und Vergewaltigung. Die logische Schlussfolgerung ist demnach, dass sich die Deutsche Kinderhilfe einem aktiveren Kinderschutz und der wirklichen Löschung kinderpornografischer Inhalte auf ausländischen Servern in den Weg stellt. Wie leicht diese erreicht werden kann, wurde bereits von Care Child nachgewiesen und sollte unbedingt hier nachgelesen werden.

Wie groß das Risiko einer schleichenden Zensur tatsächlich ist, wird durch bereits jetzt angemeldete Forderungen diverser Glücksspiel Gesellschaften und Medienunternehmen auffällig. Diese wünschen sich bereits ohne beschlossenes Gesetz eine Ausweitung der Sperren, da die Infrastruktur zur Zensur des Internets dann ja vorhanden sei.

Werte Bürger und Gesetzgeber: Bitte lassen Sie es alle nicht soweit kommen!

angeführt wurden noch diverse links, welche aufzeigen, wie sinnlos die geplanten internetsperren sind.
unter anderem auch ein link zum deutschen spendenrat, welcher im juni 2008 die deutsche kinderhilfe ausgeschlossen hat.

google hat diesen text natürlich sofort übernommen:

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gruss,
mika