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nachdem herr von und zu gutenberg in der tagesschau sämtliche petenten (unterzeichner der petition, ich kannte den begriff vorher nicht) verunglimpfte und den eindruck entstehen ließ diese seien nicht gegen den kampf gegen kinderpornografie, entbrach im diskussionsforum des bundestages eine welle der entrüstung.
daraufhin griffen die moderatoren durch und löschten nicht nur beiträge, welche gegen die richtlinien (z.b. enthaltene links) verstießen, sondern auch ohne erkennbaren grund.

zdnet dazu:

Viele Petenten brachten ihren Unmut im offiziellen Diskussionsforum des Bundestages zum Ausdruck. Dort ist eine Diskussion jedoch nur eingeschränkt möglich. Unter Berufung auf die Richtlinien, die unter anderem Links verbieten, löschten die Moderatoren des Bundestagsforum eine erhebliche Anzahl von Beiträgen. Allerdings wurden auch viele Beiträge gelöscht, die den Richtlinien formal entsprachen. Aus Gründen der “Übersichtlichkeit” sperrten und löschten die Moderatoren Beiträge und Themen nach nicht nachvollziehbaren Kriterien. Dazu gehörte auch die Diskussion über Guttenbergs Tagesschau-Interview. Weiter drohten die Moderatoren an, das Diskussionsforum zu dieser Petition komplett zu schließen.

via zdnet

ich bin ein mensch, der sich nicht oft aufregt.
habe ich doch im laufe der zeit gemerkt, dass mit dieser welt etwas grundlegendes nicht in ordnung ist.
wenn man nur so kurze zeit auf diesem planeten leben darf, sollte man diese zeit genießen und sich zu ärgern gehört definitiv nicht dazu.
heute ist aber einer dieser tage, welche mich kochen lassen.

50.000 bürger unterzeichneten in nur 4 tagen die petition gegen den gesetzentwurf zum sperren von internetseiten.
natürlich muss die regierung darauf reagieren. und wie tut sie das?
verunglimpfung.
anders kann ich das statement von unserem wirtschaftsminister von und zu gutenberg nicht werten.

null

ok, also bin ich, der sich für ein medium mit freier meinungsäußerung einsetzt also pauschal für kinderpornografie?

es ist unglaublich, wie sich politik mit einer einfachen floskel über kritik von über 60.000 bürgern hinwegsetzt und ich hoffe, dass die quittung mit der nächsten wahl kommt.

gruss,
mika

nachtrag:
auf youtube habe ich ein video gefunden.
gutenberg MUSS mit solchen aussagen an die medien gehen, denn warum er wirtschaftsminister ist, weiß kein mensch.
null

herrlich…

es waren einmal drei ceo.
die leiteten ihre unternehmen general motors, ford und crysler über jahre in den abgrund.
fehlerhafte produktpalette, autos, welche in zeiten der rohstoffknappheit, explodierender benzinpreise und überschuldeter konsumenten immer noch lediglich dicke, qualitativ schlechte autos bauten.
unternehmen, welche seit jahren steuerbefreit sind und die unzähligen milliarden, welche sie verdienten nicht in entwicklung oder strukturierung der unternehmen steckten.

nun im rahmen der -ich mag das wort finanzkriese nicht- momentan nicht so gut laufenden wirtschaft, stellten sie plötzlich fest, dass sie ihre finanziellen verpflichtungen nicht mehr zahlen können.
laut proffessor dudenhöfer hat z.b. gm noch geld für genau 2 monate, dann ist aus.

nun setzten sich diese drei in ihre privatjets und düsten mal schnell zum amerikanischen kongress um schlappe 25 milliarden dollar zu ergattern.

was dann folgte wird sich fest in die lebensläufe der drei einschreiben.

sie wurden abgewichst wie schulkinder.

die frage, was für pläne denn vorlägen, wenn die 25 milliarden fließen, um das unternehmen zu retten blieben unbeantwortet.

“wer mit einem linienflug gekommen ist, möge die hand heben” fragte der abgesannte.
keine hand oben.

“wer seinen privatjet als zeichen des guten willen jetzt verkaufen möchte und mit einem linienflug nach hause fliegt, möge jetzt die hand heben” (immerhin kostet so ein flug von detroit nach washington 25.000 dollar. ein linienflug klasse 1 nur 300.)
keine hand oben.

der ceo von gm verdient 21 millionen dollar im jahr.
er würde gefragt, ob er ein jahr lang für einen dollar arbeiten würde um seinen teil dazu beizutragen.
er würde nicht.

also wurden die drei gedemütigt und mit leeren händen nach hause geschickt.

eines ist wohl klar.
ein chef eines solchen unternehmen wird allein schon logistisch nicht mit linienfliegern zu seinen meetings fliegen können und -wie die drei unternehmen als pressemeldung rausschickten- geht es hierbei auch um die sicherheit.
dies kann ich nachvollziehen.

ebenso sollte klar sein, dass niemand für null arbeiten würde.

aber eines hat diese aktion doch gezeigt.
die zeiten, dass kapitalisten die politik dominieren ist vorbei.
lobbyismus wurde in die schranken gewiesen und wenn ich alles andere als den sozialismus will, so finde ich es doch richtig, dass der staat -also wir- die zügel wieder in die hand nimt.

weiter so!
wer gute arbeit leistet, der möge viel geld verdienen, wer sein unternehmen aber durch fehlentscheidungen gegen die wand fährt, möge seine fehler nicht vom steuerzahler begleichen lassen.

wer sich die betteltour der drei noch einmal ansehen möchte, suche in der
zdf-mediathek
nach: ” heute-journal vom 20. November 2008 ”

quelle: cnn.com

gruss,
mika|volucer.com

(ps: gm will sich nun von 2 der 17 learjets trennen. natürlich wurde die entscheidung schon VOR dem debakel gefällt… natürlich!)

ich sitze seit 2 stunden in der warteschleife des kommunikationsanbieters owehlekom…

klick

owehlekom:
owehlekom kundenservice, mein name ist nadja auamann, was kann ich für sie tun?
mika:
guten tag frau auamann, mein name ist mika und ich hätte mal eine frage
owehlekom:
schießen sie los.
mika:
also… in meiner beziehung kriselt es momentan ein wenig und mir ist aufgefallen, dass meine freundin in letzter zeit sehr viel telefoniert. nun frage ich mich natürlich mit wem.
owehlekom:
das tut mir leid, wie können wir ihnen helfen?
mika:
ich habe aus der presse erfahren, dass sie seit jahren die daten ihrer kunden sammeln und diese nun von einer agentur analysieren lassen um herauszufinden welche mitarbeiter mit journalisten telefonieren.
owehlekom:
ja, das ist richtig.
mika:
na ja, und nun ist mir der gedanke gekommen ob sie dies nicht auch mal mit meiner freundin machen könnten.
owehlekom:
na klar, das ist kein problem, allerdings kostet das ein wenig.
mika:
wieviel müsste ich denn bezahlen?
owehlekom:
der übliche preis dafür währen 300.000 euro.
mika:
wow, das ist viel.
owehlekom:
nun, für uns nicht, denn wir können den betrag ja einfach auf unsere kunden abwälzen.
mika:
ja, das stimmt. wäre es denn möglich in raten zu zahlen?
owehlekom:
sicher.
mika:
prima, aber eine frage hätte ich dann noch. ist das nicht illegal?
owehlekom:
(lacht) sie müssen wissen, dass in unserem unternehmen die deutschen gesetze keine wirkung haben, wir sind da sehr autonom. und wenn wirklich mal etwas durchsickert, machen sie es doch einfach wie unser vorstand und der aufsichtsrat und sagen sie hätten nichts davon gewusst.
mika:
aber was ist mit dem imageschaden?
owehlekom:
ach wo, sie kennen doch das volk. es ist dumm und vergesslich. erinnern sie sich noch als herauskam, dass wir heimlich die rechnungen erhöhten?
mika:
(lacht nun auch) ja, da war mal was.
owehlekom:
sehen sie, und dennoch kaufen die kunden wir blöd unsere produkte und wenn unser aktienkurs doch mal fällt, entlassen wir halt ein paar tausend mitarbeiter und schon geht es wieder bergauf.
mika:
das ist klasse. dann werde ich ihnen am 1.1.09 1000 euro überweisen und in 12 jahren dann die letzte rate.
owehlekom:
das hört sich doch gut an.
mika:
ich bedanke mich und wünsche noch einen schönen tag.
owehlekom:
den wünsche ich ihnen auch. und wenn ihre beziehung in die brüche gehen sollte, kenne ich eine frau namens alice, die ist sehr nett.
mika:
(schmunzelt) wir werden sehen. auf wiederhören.
owehlekom:
bye bye.

nachtrag vom 08.06.08
[youtube]PqTKLgwmWOw[/youtube]

gefunden bei teresa